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Handballturnier der Kasseler Oberstufenteams

Reuterschülerinnen und -schüler überzeugen mit Mannschaftsleistung

Schülerinnen und Schüler der Paul-Julius-von-Reuter-Schule kämpften mit anderen Schulteams aus Stadt und Kreis am Mittwoch, 5. Februar 2020 in der Olebachhalle in Bettenhausen um den Handball-Pokal.

Die Damen belegten den vierten, die Herren den sechsten Platz.

Kerstin Trautmann und Markus Seibert, die die Reuterteams begleitet haben, be­richten hier vom Turnier.

Die Damen-Mannschaft star­tete auch in diesem Jahr als Außensei­ter und hatte schwe­re Spiele ge­gen eingespielte Mannschaften von der Georg-Christoph-Lichten-berg-Schule, der Geschwis­ter-Scholl-Schule aus Melsungen und der Her­derschule als Gastge­ber.

Bei vier Mann­schaften wurde über 15 Minuten und jeder gegen jeden gespielt.

Mit nur sieben Spiele­rinnen hatten wir keine Aus­wechsel­spielerin und sogar eine Spie­lerin, die gesund­heitlich ange­schlagen an den Start ging.

An dieser Stelle ein beson­de­rer Dank an Kadisha Kleemann, die kurz­fristig für unsere er­krankte Torhü­terin einsprang und ein wert­voller Rückhalt für die Mannschaft war.

Im Eröffnungsspiel mussten wir gegen die Georg-Christoph-Lichtenbergschule antreten. Wir landeten schnell den ers­ten Treffer des Turniers und konnten das Spiel lange offen gestalten. Am Ende setzte sich aber die Lichtenbergschu­le mit 10:5 durch, da sie über ein eingespieltes Team verfügte.

Gegen die Mannschaft aus Melsungen lieferten wir einen wahren Handballkrimi. Keine der Mannschaften konnte sich im Spielverlauf entscheidend absetzen. Beim Stand von 7:8 erhielten wir einen Freiwurf, den Andra Lucas bereits ver­wandelt hatte, als der Schiedsrichter die Aktion zurückpfiff. Dadurch blieb uns aufgrund der abgelaufenen Zeit nur noch ein direkter Freiwurf, den wir leider nicht verwandeln konnten. Somit wurde das Spiel unglücklich mit einem Tor verlo­ren. Bei etwas mehr Wurfglück - etliche Pfosten- und Lattentreffer - hätte das Spiel am Ende uns als Sieger ver­dient.

Zum Abschluss traten wir gegen den späteren Turniersieger an. Auch hier hielten wir gut mit und überraschten den Gegner mit schönen Aktionen. Meist konnten unsere Spielerinnen nur durch Foulspiel gestoppt werden, so dass wir einige 7m zugesprochen bekamen, die wir sicher verwandelten. Am Ende reichte es aber nicht für einen Punkt und wir gingen mit 6:10 als Verlierer vom Feld.

Fazit

Obgleich ein Training zur Vorbereitung ausreichen musste, an dem nur drei Spielerinnen teilnehmen konnten, war das Zusammenspiel gut und konnte im Turnierverlauf noch verbessert werden. Alle Spielerinnen konnten sich in die Tor­schützenliste eintragen oder holten wichtige Siebenmeter heraus: das spricht für eine geschlossene Mannschaftslei­tung. Die Abwehr vor einer aufmerksamen Kadisha Kleemann war auch überzeugend und raubte so mancher Gegen­spielerin den letzten Nerv. Im Angriff setzte Sarah Loeber aus der Mitte immer wieder ihre Mitspielerinnen in Szene und suchte auch selbst den Torerfolg. Am Kreis wirbelte Tessa Westermann die Abwehr durcheinander und war eine sichere Strafstoß-Schützin. Auf der linken Angriffsseite wechselten sich Michelle Fuck und Hannah Lamsbach auf der Halb- und Außenposition ab und konnten die Gegner ein ums andere Mal ausspielen. Das gleiche galt für unsere Halb- und Au­ßenspielerinnen auf der anderen Seite, wo die beiden Linkshänderinnen Johanna Becker und Andra Lucas meist nur mit Fouls gestoppt werden konnten.

Trotz der drei Niederlagen hatten die Spielerinnen auch abseits des Feldes viel Spaß und Freude und haben ausnahms­los  tollen Einsatz gezeigt.

 

Gut gespielt, Ziel leider nicht erreicht, so könnte die Zu­sammenfassung des Turniers für das Herrenteam der Reu­terschule lauten.

Auffällig waren zwei Dinge: Die Hof­geismar-Achse mit Paul, Tobias und Sebastian im Rück­raum sowie das Mitwir­ken von drei „Nichthandbal­lern“. 

Das führte zum einen dazu, dass der Ball gut und sicher gespielt und zum ande­ren, dass ein Hand­balltalent ent­deckt wurde: Arvinder „Arvi“ Singh, der ein Tor er­zielte und sich wie ein „alter Hase“ auf dem Spielfeld be­wegte. 

Zu den Spielen: Zunächst ging es gegen die Lichtenbergschule, die noch eine Rechnung mit uns offen hatte, da sie im letzten Jahr durch eine Niederlage gegen uns den Turniersieg verspielte. 

Das Spiel war zunächst ausgeglichen und wir erzielten schöne Tore, doch letzten Endes führten Tempogegenstöße des eingespielten Lichtenbergteams zu einer 4:8 Niederlage.  Randnotiz: Der Trainer des Lichtenbergteams  ist Vater unse­res Außenspielers  Jonas Damm (Persönliches Endergebnis 1:1 – Vater gewonnen, Sohn Tor erzielt).  

Gegen die Geschwister-Scholl-Schule schlugen wir uns achtbar, doch gegen die mit Jugendbundesligaspielern und sogar einem Nationalspieler auftretenden Melsunger waren wir letztlich chancenlos (4:7). Das gleiche galt für das Spiel gegen die Radko-Stöckl-Schule, die ebenso  Bundesligaspieler in ihren Reihen hatte und später auch Turniersie­ger wurde (3:8).

Spannend war es gegen die Herderschule und das Wilhelmsgymnasium, beides Gegner auf Augenhöhe. Hier fehlte uns letztlich das Quäntchen Glück, um als Sieger vom Platz zu gehen.  Wir unterlagen  beiden Teams trotz guter Leistung denkbar knapp mit 5:6 und belegten somit  in der Endabrechnung den sechsten Platz.  Dennoch war der Trainer nicht unzufrieden. Trotz nur einer Trainingseinheit Vorbereitung haben wir uns als Team präsentiert und jeder, auch unsere Neulinge, haben ihr Bestes gegeben. Natürlich werden wir im nächsten Jahr wieder dabei sein und dann den Pokal endlich in die Schillerstraße holen. Die beste Platzierung bisher war der 2. Platz.  An dieser Stelle vielen Dank an das Team … und bis zum nächsten Jahr!

Ach ja;  Arvi hat sich entschlossen, dass er doch lieber Fußballer bleibt!

 

V.l.n.r.: Lehrerin Kerstin Traut¬mann, Johanna Becker, Michelle Fuck, Sarah Loeber, Tessa West¬ermann, Kadisha Kleemann, Andra Lucas und Hannah Lams¬bach

Hinten v.l.: Thorben Küster, Paul Lielischkies, Tobias Gemmecker, Sebastian Sporr, Lehrer Markus Seibert. Vorne v.l.: Noah Gans, Jonas Damm, Jan Wohlrab, Arvinder Singh und Leon Herwig.